08. September – 13. Oktober 2012

Sight Lines

Kim Schoenstadt

Galerie M29 zeigt in einer Einzelausstellung Arbeiten der in Kalifornien lebenden mit dem Catherine Doctorow Prize for Contemporary Painting ausgezeichneten Künstlerin Kim Schoenstadt.
 In ihren Wandarbeiten, Zeichnungen und Collagen verbinden, spiegeln und überschneiden sich Landschaftsansichten, historische Gebäude und moderne Architekturentwürfe.



Phantastische Gebäude, Plätze und Städte stellt Schoenstadt so in die Natur, als würden sie aus ihr herausbrechen wollen. Die einzelnen Bauteile werden zu irrealen Formen, abstrakten Kulissen und illusionären Baustützen. Kim Schoenstadt benutzt Elemente aus der Architektur, aus Design und Kunst. In ihrer neuen Werkserie setzt sie unterschiedliche Bauformen der brasilianischen und schweizerischen Architektur mit der deutschen Post-Moderne zusammen. Sie bedient sich spielerisch einer kristallförmigen Raumskulptur eines urbanen Kaleidoskops. Gleichzeitig greift sie auf die abstrakte Formsprache der Bildhauerei der 60er/70er Jahre zurück, lässt die »prop sculptures« von Richard Serra als schwebende Stützen und Balken in ihre Konstruktionen einfließen. Ein fließender virtueller Raum entsteht, der sich gleich einer Parallelwelt in die Realität drängt, sich mit ihr verstrickt und aus ihr herauswächst. Ihre Bilder beschreiben eine Art Zwischenbereich des Ideellen und Imaginären, der lebendig aber nicht wirklich existent ist.